Aktien-Screener Vergleich 2026: Worauf es wirklich ankommt

2026-01-13

Die meisten Vergleichsartikel zu Aktien-Screenern landen bei einer Tabelle mit Häkchen und Kreuzen. Das Problem: die Häkchen sagen nichts darüber aus, wie tief die dahinterliegenden Daten wirklich sind. Ein Screener kann 50 Filter anbieten und trotzdem bei jedem einzelnen nur die letzten vier Quartale sehen.

Drei Kriterien sind aus unserer Sicht wichtiger als die reine Filteranzahl.

1. Datentiefe statt Datenbreite

Ein KGV-Filter ist nur so gut wie die Historie dahinter. Wenn ein Screener nur die letzten yfinance-Quartalswerte kennt, verzerrt ein einzelnes Sondereffekt-Quartal das Ergebnis. Fundamentaldaten direkt aus SEC-XBRL-Filings reichen für US-Werte oft 15–20 Jahre zurück — das macht mehrjährig gemittelte Kennzahlen (KGV, KUV, Margen vs. 1-/3-/5-Jahres-Durchschnitt) erst aussagekräftig.

2. Zugänglichkeit vor der Kaufentscheidung

Ein Screener, den man erst nach Registrierung mit Kreditkarte testen kann, verkauft ein Versprechen, kein Produkt. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden: der komplette Screener ist ohne Konto nutzbar. Ein Konto braucht es nur für zwei Dinge — einen Screen dauerhaft speichern und eine Aktie auf die Watchlist legen. Screenen, filtern, Ergebnisse ansehen: alles frei zugänglich.

Aktien-Screener mit Filterleiste und Ergebnistabelle

Der Screenshot oben zeigt echte, live geladene Marktdaten — keine Demo-Platzhalter. Größenordnungen wie die Marktkapitalisierung von NVIDIA oder Apple in der Tabelle ändern sich täglich; alle Daten dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar.

3. Vier Filter-Ebenen, ein Durchlauf

Deskriptive Filter (Sektor, Marktkapitalisierung, Exchange), Fundamentaldaten (KGV, Dividendenrendite, Margen, Verschuldung), technische Signale (RSI, gleitende Durchschnitte, Volatilität) und mehrjährig gemittelte Pro-Metriken lassen sich in einem Durchlauf kombinieren — statt vier separate Tools zu bedienen und die Schnittmenge von Hand zu bilden.

Was ein Screener nicht ersetzt

Ein Screener filtert eine Momentaufnahme. Er ersetzt keine Einzelfallprüfung — ein Piotroski F-Score oder Altman Z-Score auf der Aktien-Profilseite liefert zusätzlichen Kontext, aber keine Kaufempfehlung. Mehr dazu im Artikel Die 10 wichtigsten Kennzahlen für den Aktien-Screener.

Wer speziell nach Dividendentiteln mit ungebrochener Historie sucht, findet im Artikel Dividendenaristokraten 2026: Die Kennzahlen, die zählen den direkten Einstieg über den Dividende nicht gesenkt seit-Filter.

Worauf es bei einem Aktien-Screener 2026 wirklich ankommt: Datentiefe, Filterbreite, Zugänglichkeit — und warum "kostenlos" oft nicht "kostenlos ohne Haken" bedeutet.

Screener ohne Anmeldung testen